umschlagplatz

umschlagplatz

Die alte Wolsdorfer Rübenverladung zwischen Warberg und Südschacht war bis 1983 ein Umschlagplatz für Feldfrüchte und für Geschichten vom Lande - mit Waage, Kippe und Bunker, Gaststätte, Laden und Biergarten. Jahre später entdeckten die bildenden Künste und die Land-schaftsarchitektur die in Vergessen-heit geratene Anlage. Das ein Hektar große Areal im ostbraunschweigischen Hügelland wurde zu einem ungewöhn-lichen Experimentierfeld auf dem Lande. Heute werden hier Konzepte und Kommunikationsangebote zur Stadt- und Regionalentwicklung, zur Bildung sowie zur Kultur- und Kreativwirtschaftsförderung erdacht.

freiraumgalerie

Die alte Rübenverladung ist heute eine Freiluftgalerie. Bei der Inszenierung des "Industrie-Parks" arbeiten wir mit bildenden und performativen Künstlern zusammen.

 

Bernd Pielemeier, Steinbildhauer im Gutspark Seggerde, hat zum letzten Rübenverladungsfest einen Akzent geschaffen, der auch nachts zu erleben war - als preview für seine kommende Ausstellung in Darmstadt.

Zuhause in der stadt

2007 entwickelte das damalige Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung - heute BMUB  Bundesministerium für Umwelt, Natur-schutz, Bau und Reaktorsicherheit, das Förderprogramm "Nationale Stadtentwicklungspolitik". 

Um diesem Programm Impulse zu geben, haben die für Stadtentwicklung und Wohnen maßgeblichen Verbände und Organisationen eine Symposienreihe durchgeführt und Orientierungen und Herausforderungen zur integrierten Stadtentwicklung herausgegeben.

 

Die Schader-Stiftung hat die Initiative zusammen mit konzept+kommunikation moderiert und begleitet. Daraus ist die sogenannte aktivierende Stadtentwicklung hervorgegangen. Sie ist inzwischen als Handlungs- und Geschäftsfeld etabliert. 2009 wurde daran anknüpfend das Aktionsforschungs-projekt STADT ALS CAMPUS gestartet.  

Internationale Stadtgesellschaft

(in Arbeit)

Europäische Stadt

© BMWi/Kathrin Heller
© BMWi/Kathrin Heller

Das Modell der europäischen Stadt hat Zukunft - und diese Zukunft ist experimentell, transnational und kooperativ. Zu den Motoren gehören urbane Verantwortungsgemeinschaften aus Stadtentwicklung, Bildung,  Kultur und Kreativwirtschaft. Die Nationale Stadtentwicklungspolitik muß dafür in den nächsten 10 Jahren die Weichen stellen. Die bei der Jahreskonferenz Kultur- und Kreativwirtschaft 2016 mit viel Applaus bedachte Vision von STADT ALS CAMPUS e.V.: Die Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft und der Stadtentwickler erarbeiten dafür gemeinsam ein Programm!

 

Die Vision wird nun Wirklichkeit. Noch in 2017 sollen zusammen mit dem Bundesministerium für Umwelt, Natur-schutz, Bau und Reaktorsicherheit erste Werkstattgespräche starten.

pferdestall

© Sebastian Petersen www.philigran-studio.de
© Sebastian Petersen www.philigran-studio.de

Seit 2013 gibt es in Helmstedts historischer Keimzelle, dem Kloster St. Ludgeri, einen open space für kreative Stadtmacher. Der Pferdestall ist seither unsere Lieblings-Location am Freitagabend - nach Büroschluss und Vorlesungsende. Hier treffen sich Gleichgesinnte aus Stadt und Region, die etwas bewegen wollen. In einer Mischung aus Club, Kulturcafé, Workspace, Schüler- und Absolvententreffpunkt wird hier Stadtkultur vorangebracht. Ausgangspunkt war ein Dialogprojekt des örtlichen Rotary-Clubs mit dem Gymnasium Julianum, das in einem einwöchigen "living lab" mündete. Die Idee der Initiative STADT ALS CAMPUS zieht nun Kreise ...

waage kippe bunker

Rübenverladungen waren ein lebendiger Ort der Alltagskultur auf dem Lande. In den 50er, 60er und 70er Jahren traf man sich hier nicht nur zur Rübenernte. Anlässlich eines Empfangs am 29. April 2017 auf der Wolsdorfer Rübenverladung konnte ein aktuelles Büchlein zu diesem Thema präsentiert werden. 

landkultur

Die Rübenverladung gibt Impulse für neue Landkultur. Wir laden Freunde und Partner, Städter und Landwirte, Akademiker und Unternehmer, Künstler und Studierende ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. Mit Festen und Feiern, Inszenierungen und Ausstellungen in der alten Industrieanlage. Und mit Projekten in Stadt und Region.

 

Den letzten Empfang mit Rundgang durchs Gelände gab´s am 29. April 2019.  

offenes 'a'

Das Symbol der Hochschule Anhalt - das offene a - steht für Neugier und Offenheit. Hier konnte sich in den letzten Jahren eine emanziptorisch orientierte Haltung bei der Gestaltung von Bildungsprozessen entfalten. Neue Bildungsmodelle entstanden.

 

In diesem Umfeld hat Reiner Schmidt zusammen mit Daniel Janko 2010 ein CAMPUS.OFFICE ins Leben gerufen. Testweise wurde die Landesgartenschau Aschersleben ein halbes Jahr lang zum Campus. Heute verbindet das CAMPUS.OFFICE Lehre, Aktionsforschung und Praxis, bietet Entfaltungsräume für kreative Stadtmacher und fördert neue Geschäfts- und Berufsfelder im Schnittfeld von Stadtentwicklung und Kreativwirtschaft.

 

Das CAMPUS.OFFICE ist Impulsgeber und Netzknoten für fach- und bildungspolitische Initiativen. Hier wurde die Initiative ZUHAUSE IN DER STADT gestartet und die Aktion STADT ALS CAMPUS entwickelt.

initiative kreativwirtschaft und stadtentwicklung

© Sebastian Petersen www.philigran-studio.de
© Sebastian Petersen www.philigran-studio.de

Kreative Städte lieben wir doch eigentlich alle. So hat sich 2015 in Leipzig beim 9. Nationalen Stadtentwicklungskongress eine Initiative formiert, um die Stadt- und Regionalentwicklung, die Bildung, die Kultur sowie die Kultur- und Kreativwirtschaftsförderung stärker aufeinander zu beziehen. Dabei geht es einerseits um attraktive Rahmenbedingungen für die Entfaltung kreativer Köpfe, Szenen und Kulturen und andererseits um ihre Integration in die Stadt-, Regional-, Wirtschafts- und Gesellschaftsentwicklung. 

 

Die Initiative Kreativwirtschaft und Stadtentwicklung wurde vom Projektnetzwerk STADT ALS CAMPUS und vom Förderernetzwerk Kultur- und Kreativwirtschaft Deutschland initiiert und wird in einem interdisziplinären Netzwerk vorangebracht. Egbert Rühl, Hamburg Kreativ Gesellschaft mbH und Reiner Schmidt, STADT ALS CAMPUS e.V. / konzept+kommuniaktion, sind die Ansprechpartner.

Gartenschauen

Landes- und Bundesgartenschauen machen Städte grün und lebendig. Sie sind Motor für langfristige Initiativen zur Stadtentwicklung. So startete auch die Initiative STADT ALS CAMPUS im Rahmen einer Gartenschau. Schauplatz war die Landesgartenschau 2010 Aschersleben. Unter dem Motto "Raus aus dem Hörsaal, rein in die Stadt" wurde an der Hochschule Anhalt ein Semester lang ausprobiert, wie Studierende in Stadt und Gesellschaft hineinwirken können. Im Ergebnis entstand eine landes- und bundesweite Initiative auf dem Weg zur STADT ALS CAMPUS.

 

Die Stadt Dessau-Roßlau hat bei einer Bewerbung um die Landesgartenschau 2022 diese Idee aufgegriffen. Die Idee: Die Dessauer Innenstadt soll  noch stärker als bisher zum Entfaltungsfeld für Studierende, für kulturelle Initiativen, für kreative Stadtmacher und für kreativwirtschatliche Akteure werden.

WER WIR SINd UND WOHER WIR KOMMEN

Einen Speerwurf von der alten Rübenverladung entfernt fanden Archäologen 1994 die ältesten Jagdwaffen der Menschheit. Die anschließende Rekonstruktion der Lebensweise unserer Vorfahren vor 300.000 Jahren führte dazu, daß man die Geschichte der Menschheit umschreiben mußte ... mit weitreichenden Konsequenzen für aktuelle Entwicklungsfragen menschlicher Zivilisation. Im paläon, einem genialen Forschungs- und Erlebniszentrum von Holzer-Kobler-Architekturen am Schauplatz des Geschehens, bringt Susann Albers-Schmidt den Besuchern aktuelle Erkenntnisse nahe. Reiner Schmidt sucht hier Inspirationen für anspruchsvolle Konzepte und Kommunikationsaufgaben ...

Stadt als campus

"STADT ALS CAMPUS" ist ein neues Leitmotiv für aktivierende Stadtentwicklung. Die Idee dahinter: Stadtentwicklung, Bildung, Kultur- und Kreativwirtschaftsförderung sowie Community-Building werden sinnstiftend miteinander verbunden. 

 

Die Idee "STADT ALS CAMPUS" wurde 2009 in der Initiative ZUHAUSE IN DER STADT unter Federführung von Klaus Habermann-Nieße und Reiner Schmidt entwickelt und anschließend in einem Aktionsforschungsprojekt exemplarisch umgesetzt. Dank der guten Resonanz geht das Projekt im Sommer 2017 im Zusammenwirken mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit in die nächste Runde. 

auf dem weg zur stadt als campus

Welche vielfältigen und spannenden Möglichkeiten es gibt, eine Stadt zum CAMPUS werden zu lassen, kann man in einem Buch nachlesen. Das Buch entstand auf Initiative und in Verantwortung von Sally Below und wurde zusammen mit Reiner Schmidt herausgegeben.

Wirkstoff

Was treibt uns an? Wie kann man vor Ort Kreativität fördern? Wie entstehen lebendige Communities in Stadt und Land? Wie bleiben Regionen für die nachwachsende Generation und für den kreativen beruflichen Nachwuchs attraktiv?

 

Zum Auftakt des Festivals "WIRKSTOFF" im September 2016 hat die Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH zusammen mit der Initiative STADT ALS CAMPUS erste Antworten auf diese Fragen gegeben. Im Ergebnis sollen dazu ab Sommer 2017 weitere Initiativen starten.  

Campus rübenverladung

Das Areal der alten Rübenverladung ist ein ideales Experimentierfeld für Interventionen und Rauminszenierungen. Hier können wir Techniken und Strategien ausprobieren und testen, wie sich Orte neu codieren und kulturell aufladen lassen, bevor wir damit dann hinaus in die Öffentlichkeit gehen ...

kreativtourismus

Neue Welten entdecken, an ungewöhnlichen Orten übernachten, sich kreativ austoben, das Abenteuer im Alltag suchen, in kreative Atmosphären eintauchen Experimente wagen ... Kreativtourismus ist ein neues, spannendes Handlungs- und Geschäftsfeld und Motor für Kreativimport - zum Beispiel, wenn es darum geht, die junge Generation und den kreativen beruflichen Nachwuchs einzuladen, verborgene Schätze ländlicher und industrieller Regionen zu heben. Partner sind Hochschulen, Kulturträger, Industrie, Land- und Forstwirtschaft, regionale Entwickler und Tourismusagenturen. Die Rübenverladung will hier Impulse geben, Blickwinkel eröffnen und Projekte auf den Weg bringen.